Wertschöpfung & Wertschätzung

Ein gutes Möbel ist immer das Ergebnis von gelungener Zusammenarbeit. Über uns, unseren Holzweg und das Ökosystem hinter Moselholz.

Der Wald

Der Ursprung unserer Möbel liegt direkt vor unserer Haustür in den Wäldern der Region Trier. Sie sind Wasserspeicher, Kohlenstoffsenken, Luftreiniger, Habitate für zahlreiche Arten, hochkomplexe Ökosysteme und für uns ein langfristiger Partner. Das funktioniert nur mit einer verantwortungsvollen Holzentnahme und Respekt vor dem, was Jahrzehntelang gewachsen ist.

Wir orientieren uns an der Verfügbarkeit und nutzen bewusst Stämme, die natürliche Eigenheiten wie eine lebendigere Maserung, Farbunterschiede oder kleine Unregelmäßigkeiten aufweisen. Wir nutzen das, was vorhanden ist, um daraus möglichst langlebige Produkte herzustellen. Unser Eichenholz stammt aus dem Meulenwald, die Esche meist aus dem Hochwald.

Forstamt Trier

Das Forstamt Trier betreut die Wälder rund um Mosel, Eifel und Hunsrück und sorgt mit einer nachhaltigen und naturnahen Bewirtschaftung dafür, dass sie auch für kommende Generationen erhalten bleiben. Als Teil der Landesforsten Rheinland-Pfalz unterliegen sie strengen ökologischen Zertifizierungsrichtlinien nach PEFC und FSC®. Durch gezielte Waldbaumaßnahmen fördern sie die Biodiversität und die Resilienz des Waldes im Klimawandel. Darüber hinaus fungiert das Forstamt Trier als Weiterbildungszentrum und bietet laufend Veranstaltungen in Sachen Waldbau, Umweltbildung und Naturerlebnis an.

Sägewerk Wick

Im Jahr 1905 legte Heinrich Wick den Grundstein für das Longuicher Sägewerk direkt am Ufer der Mosel. Während anfangs vor allem Eisenbahnschwellen, Holz für den Bergbau sowie Laubhölzer für Möbel und Parkett eingeschnitten wurden, kam Ende der 1940er Jahre die Herstellung von hochwertigen Weinfässern hinzu. Heutzutage führen die Nachkommen Johannes und Christian Manderscheid (selbst erfahrener Schreiner) die Familientradition fort und schneiden vorrangig Eichen und Buchen aus dem gegenüberliegenden Meulenwald ein.

Sägewerk Gubernator

Lange bevor Arnold der „Governator“ of California wurde, wurde beim Sägewerk Gubernator in Mandern bereits Holz eingesägt. Seit über 200 Jahren liegt der Hof der Gubernators am Mühlenbach, dessen Wasserkraft den Ökostrom für die Säge erzeugt. Hartmut, der absolute Holzfachmann (Säger, Schreiner, Besenmacher), hat nicht nur vielfältige Hölzer aus dem Hochwald im Angebot, wie Bergahorn, Kirsche, Esche oder Kastanie, sondern stellt auch auf traditionelle Weise Rohlinge her, die im Blindenwerk Koblenz zu hochwertigen Besen weiterverarbeitet werden.

Schönfelderhof Zemmer

Urkundlich erwähnt wurde der Hof erstmals 1152 als „Bellum Campum“ das „schöne Feld“ – der Name trifft auf die liebliche Gegend auf der „Fidei", wie man hier sagt, immer noch zu. In der Werkstatt des Schönfelderhofs in Zemmer am Rand des Meulenwalds werden unsere Metallteile gefertigt, in erster Linie Tischgestelle und Verbinder. Auf dem Schönfelderhof arbeiten Menschen mit und ohne Behinderung zusammen, um eine Vielfalt an regionalen Produkten herzustellen, die im eigenen Hofladen verkauft werden. Ohne den Leistungsdruck des allgemeinen Arbeitsmarktes werden hier handwerkliche Fertigkeiten gestärkt und die persönliche Entwicklung jedes Einzelnen gefördert.

Tischlerei ValKe

Das Herz von Moselholz: Die Tischlerei ValKe. Das sind die Schreinermeister Daniel Valerius und Jan Kempf, die im Jahr 2023 die Traditionsschreinerei Kirsten in Trier-Pfalzel übernommen haben. Außerdem sind es ein Schreinermeister, ein Altgeselle, eine Gesellin und eine Auszubildende, die gemeinsam Maßmöbel nach Wunsch für die Region bauen und Wohnträume und -träumchen wahr werden lassen. Mit Fachwissen, Detailgenauigkeit und Schaffensfreude (plus einem wilden Mix aus Rockland Radio, Deutschlandfunk und SWR4 im Hintergrund) werden hier aus dem Massivholz der Sägewerke Moselholz Möbel gebaut.

Der Gründer

Nach einer Schreinerlehre an der Mosel, einem Ingenieursstudium und Arbeit in Kuchl, der „Holzhauptstadt Österreichs“ ;-) entdeckt Markus heute seine Heimat neu und erzählt mit ihrem Material ihre Geschichten. Wenn er nicht mosel-holzt, arbeitet er in einem Architekturbüro an der Ruwer und lehrt an der FH Salzburg. Entgegen der väterlichen Direktive „Du sollst später mal mit dem Kopf arbeiten“ schafft er dennoch ganz gern mit den Händen und entwickelt Prototypen oder packt in der Schreinerei mit an. Bei Moselholz sieht er sich gern als das, was Ringo für die Beatles oder Paul Linz für Eintracht Trier war: Taktgeber, Vernetzer und Koordinator.

Du.

Hier kommst du ins Spiel: diese „Waldschöpfungskette“, die ihren Ursprung in den Wäldern der Moselregion hat, funktioniert natürlich nur mit Menschen, die einen Sinn für das Besondere, das Regionale, das Authentische haben. Für Möbel mit Herkunft und Zukunft. Vielleicht ziert ein Moselholztisch bald euer Esszimmer, dient als Konferenztisch im Besprechungsraum oder beglückt Gäste in der Winzerstube?